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'Mütter kochen für SchülerInnen' - Das Mensaverein-Modell funktioniert an manchen Schulen eine Zeit lang durchaus gut. Es erfordert jedoch ein hohes kontinuierliches Engagement. Oft wird dieses Engagement noch nicht einmal bezahlt, sondern selbstverständlich als 'Ehrenamt' zur Senkung der Schulverpflegungskosten akzeptiert. Noch nicht einmal das Rentenkonto kann aufgebessert werden. Während manche Mensavereine MitarbeiterInnen in der Schulverpflegung bezahlen, bleibt die Arbeit im Vereinsvorstand immer ehrenamtlich. Selten kommt es zur Anstellung eines/r Geschäftsführers/in, obwohl Mensavereine an weiterführenden Schulen oft Jahresumsätze wie ein kleines Unternehmen haben, teilweise zwischen 100.000 und 300.000 €. Wenn Sie einen Mensaverein gründen möchten: |
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| • | Sie sollten sich fragen (insbesondere bei größeren Schulen), ob Sie als Elterninitiative ausreichend professionell arbeiten können. Schulverpflegung ist ein komplexes Thema, der Anspruch an betriebswirtschaftliches Know-how, Qualifikationen in den Bereichen Umgang mit Lebensmitteln, Hygiene, Infektionsschutz, Mitarbeiterführung, Arbeitssicherheit, Geräte-Know how, etc. sind hoch, die Rahmenbedingungen in weiterführenden Schulen teilweise schwierig. | |
| • | Sie sollten wissen, dass sich im Laufe der Zeit schnell auch mal Personen in den Verein gewählt werden, die nicht unbedingt für diese Arbeit geeignet sind. Das können Sie nicht immer steuern. | |
| • | Bedenken Sie, dass allein die Vereinsgründung mit einer zweckmäßigen Satzung (z.B. hinsichtlich Finanzamt) schwierig ist. | |
| Zudem bleibt in Deutschland der politische Widerspruch, dass einerseits die Einführung von Ganztagsschulen oder zumindest deren Elemente auch zum Zweck der Entlastung von berufstätigen Eltern forciert wird, andererseits die Aufgabe der Schulverpflegung von Land und Kommunen selten professionell organisiert und stattdessen gerne auf das Ehrenamt 'abgewälzt' wird. Eltern sollten hier stärker als bisher ihre Landes- und Kommunalpolitiker in die Pflicht nehmen. | ||
| Prof. Dr. Peinelt: 'Mensavereine oder Elterninitiative sind keine echte Alternative für professionelles Handeln. Hier stellen sich Eltern meist für wenig Geld oder ehrenamtlich für die Küchenarbeiten zur Verfügung, wobei die Qualifikation keineswegs gesichert ist. Auch wenn es positive Beispiele gibt, wenn einmal die Mutter eines Schülers zufällig Köchin ist, so ist der Erfolg vom befristeten Engagement der Eltern abhängig. Meist wird beim Schulabschluss dieses Schülers auch dessen Mutter den Dienst quittieren. Eine solche Unsicherheit kann als dauerhafte Lösung nicht akzeptiert werden.' Prof. Peinelt, S. 9; 'Schulverpflegung ist eben nichts, was nebenher von einer Laienschar erledigt werden kann.' (S. 16) s. auch Abschnitt Mensavereine als Betreiber von Schulverpflegung | ||
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Professionaliät statt Ehrenamt, VDOE Round-Table-Gespräch SV, 1/2010 |
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Möglichkeiten und Grenzen der Elternbeteiligung bei der Schulverpflegung, guter Vortrag des LV der Schulfördervereine BW (ab Januar 2012 wieder verfügbar) |
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Tipps zur Vereinsgründung, hrsg. vom OLG Frankfurt und von ganztägig-lernen.de. Eine Muster-Satzung des Rhein-Ruhr-Instituts für Wirtschaftspolitik. |
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Mitglieder eines Mensavereins sollten immer durch den Verein haftpflichtversichert sein, denn sie können ggf. für die hergestellen Produkte haftbar gemacht werden bzw. sie sind ArbeitgeberInnen, s. auch Leitfaden der bayerischen Justiz. |
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NRW-Erlass zur Betreuung von Schülerinnen und Schülern in Schulen vor und nach dem Unterricht (Primarstufe und SI) in BASS 12-08 Nr. 2: "Die Betreuungspersonen sind vor erstmaliger Aufnahme ihrer Tätigkeit und im Weiteren mindestens im Abstand von zwei Jahren von der Schulleitung über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 35 Infektionsschutzgesetz - IfSG zu belehren. Über die Belehrung ist ein Protokoll zu erstellen, das beim Arbeitgeber für die Dauer von drei Jahren aufzubewahren ist." |
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Unfallversicherung im Ehrenamt, Informationen des www.bmas.bund.de |
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Die Mensa - Mehr als nur Essensausgabe, Impuls-IFS (Online) |
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Institutionalisierung und Möglichkeiten von Schulverpflegung, DGE-Arbeitskreis 'Ernährung und Schule' |
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Der Finanzminister isst immer mit, derwesten.de Umsatzsteuerbefreiung für ehrenamtlich geführte Schulmensen, mensanet-bw.de Umsatzsteuerliche Behandlung des Betriebs einer Schulmensa durch einen Förderverein, information-steuern.de Umsatzsteuer bei Schülerverpflegung durch privaten Förderverein, schülermenü.de 3.7.09 |
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Aus der Praxis: Mitarbeitende SchülerInnen, Gymnasium NordhornNeue Mensa am Helmholtzgymnasium Hilden (NRW), Rheinische Post 11.6.2008 Beispiel für einen Mensaverein, Friedrichs-Gymnasium Kassel (Hessen) Mensaverein ELSE in Wuppertal, ist auch Caterer für weitere Schulen, aid Mensaverein Wuppertal-Ronsdorf Mensaverein Gesamtschule Heiligenhaus Schulverpflegung in der Praxis, Beispiel eines erfolgreichen Mensavereins in Wuppertal, aid. Verein für Ernährung, Bewegung und Gesundheit in der Fritz-Winter-Gesamtschule, GS Ahlen, In Ahlen holen sich Lehrer Tipps zur Schulspeisung, Westfälische Nachrichten, Juni 2009 Mensaverein Rheine, Euregio Gesamtschule Mensaverein Gesamtschule Langenfeld Neue Mensa und Café-Verein, Pascal-Gymnasium Grevenbroich (überwiegend ehrenamtlich Beschäftige) RistoDante, Elternverein für hochwertige Schulverpflegung und Schulentwicklung am Dante-Gymnasium, München |
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Mensaverein löst sich auf, Peine, 08/2009 Die Schulküche bleibt ab Oktober kalt, Glinde 2009 |






Aus der Praxis: 200.png)