| Selten sind in der Schulverpflegung die Kosten transparent. Meist dreht sich alles um den Eltern-Beitrag. Was die Schulverpflegung insgesamt wirklich kostet, wird nur in einer Vollkostenrechnung deutlich, die selten durchgeführt und veröffentlicht wird. Aufgrund der sog. Durchführungsverantwortung trägt der Schulträger bei der Schulverpflegung i.d.R. 'die Sachkosten für die Errichtung, also etwa für den Bau einer Mensa, die Ausstattung der Küche, das Geschirr usw. Er kommt zudem im Rahmen seines Gebäudemanagements auch für die sächlichen Betriebskosten wie Strom, Wasser,Reinigung, Versicherung, u. U. Gerätewartung' auf. Die Eltern tragen mindestens die sog. Wareneinstandskosten, je nach Betreiberform aber auch Steuern, den Gewinnanteil, teilweise die Investionskosten. (s. Bödeker, Handlungsspielräume für eine gesunde Schulverpflegung) Die Finanzierung von Abrechnungssystemen ist besonders strittig. |
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Die aktuelle Situation der Schulverpflegung anhand einer bundesweiten Struktur- und Kostenanalyse, Prof. Dr. Ulrike Arens-Azevedo | |
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Prof. Dr. Koscielny, HS Fulda kalkuliert bei einem Elternbeitrag von max. 3 € für ein Mittagessen überschlägig wie folgt (s. PresseMitteilung vom 20.9.2010): " • Wareneinsatz: 50% der Kosten (mit dem Betrag von 1,50 € für Lebensmittel können die Preise regionaler Bauern oder gar der Einsatz von Bioprodukten kaum finanziert werden) • Personalkosten: 40% der Kosten (dabei darf kein/e Mitarbeiter/in über längere Zeit krankheitsbedingt ausfallen, denn eine Vertretung kann aus den Einnahmen kaum abgefedert werden) • Organisation: 10% der Kosten (d.h. Speiseplanung, Wareneinkauf, Personalbetreuung, Arbeitspläne, Dokumentation, Buchführung usw.) Die Kosten für Räume, Wasser, Strom und Abfall übernimmt in der Regel der Schulträger. Würde man all dies in einer Vollkostenrechnung betrachten, müsste ein Essen in der Schulmensa ca. 6.00.- € kosten." |
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Die Kosten für ein Mensa-Essen betrugen 2005 (laut FH Niederrhein, Prof. Dr. Peinelt s. auch Kosten der Schulverpflegung): • Elternbeitrag 2-3€ • reale ermittelte Vollkostenrechnung 5-8€ • Vollkosten in einer optimierten Variante wären 4-5€ (2009 beträgt die Spanne der Elternbeiträge erfahrungsgemäß mittlerweile ca. 2,50-3,50€, Vollkostenrechnungen müssten entsprechend hochgerechnet werden.) |
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Wie viel sind uns unsere Kinder 'wert'? Eine ökonomische Analyse der Schulverpflegung, enthält Modellrechnungen für unterschiedliche Verpflegungssysteme (auch Bio), Tecklenburg/Alber, DGE, Sept. 2009, s. Pressemappe | |
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Zum Thema MEHRWERT-STEUER s. separaten Beitrag | |
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Der Essensbeitrag liegt beispielsweise • für ein Bio-Essen (bei Voll-Catering) am Gymnasium in Königstein lag 2009 zwischen 4€ (im Abo) und 4,70 €, bio-koenigstein.de (2008) • für konventionelles Essen an Mannheimer Schulen bei 3,60 €, bei frisch zubereitetem Essen 4,62 €, rnz.de, 16.10.09 |
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Fazit einer Studie der Uni Göttingen: Der durchschnittliche Preis, der für ein Schulessen verlangt wurde (sog. Elternpreis), lag 2006 bei 2,40 €. Die Preisbereitschaft mehr für gutes Schulessen zu zahlen, müsste nach Meinung der ExpertInnen der Göttinger Uni steigen. 2009 liegt der durchschnittliche von den SchülerInnen/Eltern zu zahlende Essenspreis bei erfahrungsgemäß 3 €, Bio-Essen bei 4-4,50 €. |
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Schwierige Suche - Wenn der Essensbeitrag und die Subventionen zu niedrig kalkuliert sind, wird es schwierig, Anbieter für Schulverpflegung zu finden, Wetteraukreis 10.11.09 | |
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Kinderportionen für 4 Euro, Süddeutsche, 15.6.10 | |
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Bei der Schulverpflegung regiert der Preis, Trier. Volksfr. 27.6.10 | |





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