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Hier noch einige Links - von der Schulverpflegungssituation bis hin zur Schulpolitik in NRW
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1. SV Situation

Schulverpflegungssituation in weiterführenden Schulen

  • Iss das auf! - Billig und lieblos wird das Essen für Kindergärten und Schulen zubereitet, Zeit 2012
  • Mittagessen: mangelhaft - In den meisten Schulkantinen kommt minderwertige Kost auf den Teller, Der Spiegel 2012Foto: Fotolia.com - K.-U. Häßler
    Essen in Schulen zu 90% mangelhaft (Prof. Dr. Peinelt in derwesten 2012), Schlechtes Schulessen, n24
    'Derzeit erfüllen über 90 Prozent der Schulen in Deutschland die Qualitätsstandards an gesundes Essen nicht', zudem würden die Speisen viel zu lange warmgehalten, so dass wertvolle Nährstoffe verschwinden und die Keimbelastung unakzeptabel steigt, Pressemitteilung, Präsentationsfolien der ag-schulverpflegung 2012
  • Schulverpflegung in Deutschland - Professionalisierung im Fokus, Prof. Dr. Peinelt, aid 11/2011
  • Situation der Schulverpflegung in Deutschland - ein Überblick, dge, 2011
  • Die aktuelle Situation der Schulverpflegung anhand einer bundesweiten Struktur- und Kostenanalyse, Prof. Dr. Arens-Azevedo 
    Analyse in Hamburg, 'Jede Schule kocht ihr eigenes Süppchen', welt.de, 7.2.2011
  • UN-Sozialbericht: Jeder vierte Schüler ohne Frühstück, Zeit, 2011
  • Teuer, fett, pappig: Die Kioske in Schulen bieten vor allem ungesunde Lebensmittel an. Dabei kommen viele Kinder ohne Frühstück und Pausenbrot, Süddeutsche 2010
    Münchener Schulkioske, Süddeutsche 2010
  • Ganztags wird die Regel - Schulverpflegung gleicht einem Drahtseilakt, Ess-Klasse Junior 2011
  • Prof. Dr. Koscielny, HS Fulda, beschreibt die Schulverpflegungs-Situation als schwierig (s. PresseMitteilung vom 20.9.2010):
  • Schule isst schlecht in NRW - Die Lage ist schlecht bis katastrophal, nw-new.de, 13.11.10
  • 'Man kann in deutschen Schulen kaum speisen: Deutschland befindet sich bei der Schulverpflegung noch in der Steinzeit!' (AG Schulverpflegung)
  • 'Wie bringen wir unseren Kindern das richtige Essen bei, wenn unsere Gesellschaft nicht als Vorbild dienen kann?', VDOE Round-Table-Gespräch SV, 1/2010
    Die Folgefrage stellt sich: Was bekommen wir zu essen, wenn wir alt sind und unseren Kids keine vernünftige Ernährung beigebracht haben?
  • Foto: Fotolia.de - Philippe Devanne'Aufgrund der komplexen Strukturen, den verschiedenen Regelungssystemen und der Vielzahl der Akteure mit recht unterschiedlichen Interessen ist die Organisation der Schulverpflegung ... sehr anspruchsvoll.
    Schulträger wünschen kostengünstige, einfach zu verwaltende Lösungen, Eltern möchten eine gesunde, hochwertige Ernährung, die Schülerinnen und Schüler wollen ein leckeres Angebot und Ambiente nach ihren Vorstellungen, während schließlich die Schulen das Mittagessen in kürzester Zeit und ohne Beeinträchtigung des Schulalltags über die Bühne bringen möchten (Lülfs-Baden/Spiller 2008)' aus: (Nölting, 9/2009)
  • 'Die Schulverpflegung (ist) aufgrund der zersplitterten Zuständigkeiten sehr heterogen und unübersichtlich, es gibt eine Vielfalt an Angeboten mit unterschiedlicher Qualität' (Nölting 2009). Aktuell ist die Schulverpflegungs-Situation von einer typisch deutschen 'Verantwortungsverflechtungsfalle' geprägt. Diese verhindert, dass Gesundheit und Wohlbefinden unserer Kinder im Focus stehen:
    Bund, CDU/CSU Standpunkte zur SV im Wahlkampf 2013, DNSV
    Länder, Vernetzungsstellen
    Gemeinden (wdr.de, "Für das NRW-Schulministerium ist Schulverpflegung Aufgabe der Kommunen. Und für die Qualität sei der NRW-Verbraucherschutzminister zuständig. ... Gemeinsam entwickeln wir Qualitätsstandards. Aber die müssen ja letztendlich von den Kommunen und Schulträgern entsprechend umgesetzt werden. Doch die sind überfordert. Noch immer fehlt es an den nötigen Räumen und Personal, meint Professor Peinelt. Dafür müsse das Land zunächst einmal sorgen. Und dann im nächsten Schritt die Qualitätsstandards verbindlich machen.")
    Schulen (alleine 625 Gymnasien in NRW)
    "Die Schulverpflegung (fällt) grundsätzlich als sogenannte 'äußere' Schulangelegenheit in die Verantwortlichkeit der kommunalen Schulträger. ... Verbindliche Vorgaben der Bundesländer über beispielswiese die ernährungsphysiologische Qualität einer Mittagsverpflegung hätten aufgrund des 'Konnexitätsprinzips' zur Folge, dass die Bundesländer dann auch die Kosten der Schulverpflegung zu tragen hätten. Dies erklärt die diesbezügliche Zurückhaltung." (s. Tafel-Freuden - Das Essen an deutschen Schulen, VZ, S. 12)
    Deshalb heißen diese Qualitäts-Standards stets Empfehlungen. In NRW lautet der 2. Satz der Empfehlungen für den Vertrieb von Speisen und Getränken in Schulen: "Diejenigen Personen, die die Speisen und Getränke für die Schule einkaufen und vertreiben, sind verpflichtet, diese Empfehlungen zu beachten." Klingt gut, aber es passiert nichts, wenn die Empfehlungen ignoriert werden. Viele Schulverpfleger kennen diese Empfehlungen noch nicht einmal, s. FKE
  • Pädagogische Bulimie, Zeit 2008: "Mats Ekholm war viele Jahre Direktor der nationalen Bildungsagentur Skolverket in Schweden. Nach einem seiner Deutschlandbesuche habe ich ihn gefragt, was ihm denn an deutschen Schulen im Vergleich zu den schwedischen am stärksten auffällt. Seine Antwort: 'Dass die Schüler nichts zu essen bekommen.' Ich hatte etwas anderes erwartet. Doch er hat recht: An den Tischsitten erkennt man die Kultur. Essen liefert ja nicht bloß den Nachschub an Kalorien, so wie die Schule nicht nur mit Informationen versorgt."
  • Der Essalltag berufstätiger Mütter und ihrer Kinder - eine Herausforderung für die Schulverpflegung, Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe auf der hogatec 2010
  • Nestlè-Studie 2010 - So is(s)t DeutschlandSo is(s)t Schule - Chancen für das lernende Esszimmer, Nestlé Befragung 2010, wuv.de; video bei myvideo.de
    Schüler geben Schulessen schlechte Noten, welt-online über die Nestlé-Studie 2010
    "Obwohl [die] Anzahl [der Schulmensen] zuletzt rasant auf über 12.000 angestiegen ist, lässt deren Qualität ... nur zu oft zu wünschen übrig. Zu laut, zu unausgewogen, zu wenig in den Schulalltag integriert", nestle.de
    GV-praxis Sonderheft 'So is(s)t Schule 2010, S. 4f.
    Wandel des Alltags, Wandel der Ernährung, video zur Nestlé-Studie 2011, Nestlé
  • 'Die gesunde Ernährung von Kindern wird allerorten thematisiert, es bleibt aber häufig bei Lippenbekenntnissen. Hauswirtschaftsunterricht an den Schulen wurde ab den 1990 Jahren so gut wie abgeschafft.' Dr. Polster DNSV (S. 4)
    Parallel wurden auch viele Lehr-Küchen an weiterführenden Schulen in normale Klassenräume umgewandelt. Die Vermittlung praktischer Nahrungszubereitungs-Kenntnisse ist nicht mehr angesagt, sie passt vermeintlich nicht zur Wissenschaftsorientierung von Schule.
    Die Erosion von Ernährungskompetenz ist eingeleitet, die Vermittlung von Ernährungskompetenz an Schulen scheint offensichtlich nicht mehr sinnvoll?
    Kleine aktuelle Gegeninitiative: 'Küchen für Deutschlands Schulen'
  • Makabres Motto: 'Kochen kann jeder (- wenn man ihn auf 100 Grad erhitzt -)' ???
  • Manche Schulmensa fast schon wieder zu klein, Gießener Allgemeine 2011
    Man muss den Druck erhöhen - zu wenig Platz in der Schulmensa, Hamburg, tivi.de 2011 Schüler essen neben Geschäftsleuten - Kooperation mit Firmenkantine, wdr.de 2011
    Kritik am Schulessen: Werden Schüler billig abgespeist?, eltern.t-online.de 2011
    Schulmensa muss 'cool' sein, SV in Schleswig-Holstein unbefriedigend, proplanta.de, 2.7.10
    Männer essen weniger Gemüse als Frauen, dafür aber fast doppelt soviel Fleisch, proplanta.de 2010
    Umfrage zum Schulessen an Berliner Schulen ergibt zu viele Mängel, welt-online 2009, Abgegessene Eltern, ZEIT 2010 (zur Schulverpflegungssituation in Berlin)
    Schulessen ungenügend, WDR-Markt, 25.1.2010
    Was in den Schulen auf den Tisch kommt, Singen, suedkurier.de 2010

    Schlechte Noten fürs Schulessen (in NRW), RP 2009; Schlecht aufgetischt, finanznachrichten 2009
    Schulessen macht die Kinder zu dick, WP 2009
    Auch das gibt es an Schulen: 'Pizza-Express Merlin kocht nun auch in der Schulmensa', Müllheim, Badische Zeitung 2009
    Schulverpflegungssituation in Witten, Der Westen 2009
    Ist-Situation der Schulverpflegung - Handlungsalternativen für Schulen und Kommunen, 2009, FH Niederrhein
    Mittagspause liegt schwer im Magen, Hagen, DerWesten 2009
    Erfahrungsaustausch zur Schulverpflegung an G-8, München, AOK 2008
    Schulessen NRW, WDR Lokalzeit Ruhr 2008
    Geschmack des Schulessens, im LBS-Kinderbarometer 2007 (Seite 107 ff.) - nur 17% schmeckt's in der Schule gar nicht.
    Schüler wollen große Küche mit Kultur, Situation in Pinneberg, Hamburger Abendblatt 2008; Die Schlange wird immer länger, Hamburger Abendblatt
    Mama mia, ist das lecker!, Henstedt-Ulzburg 2008
  • Leerer Bauch studiert nicht gern, Rheinische Post 2008
    Lernen mit knurremdem Magen, Süddeutsche Zeitung 2007
    Warmes für knurrenden Magen, eines der ersten Gymnasien in NRW, das die 1-std. Mittagspause praktiziert, Pulheim 2008
  • Schluss mit süß und fettig, Süddt. Zeitung, 2007
    Mittagsmampf statt Turbokrampf, tagesspiegel 2008
    Verbraucherzentralen fordern gesunde Schulverpflegung, bildungsklick.de 2007
    Ernährungsalltag in Schulen, Analyse im Rahmen des Projekts ernaehrungswende.de 2006
    Tafel-Freuden? Das Essen an deutschen Schulen - Dossier zur Situation der Schulverpflegung in Deutschland, VZ Bundesverband 2007
    86% der Kinder essen laut fke jeden dritten Tag Fertiggerichte, das-ist-drin.de
  • Strukturelle Defizite verhindern eine professionelle Umsetzung von Schulverpflegung auf breiter Basis, meint der Verband der Öcotrophologen, "Häufig engagieren sich Eltern aus der Not heraus für die Schulverpflegung. Dies bringt in Einzelfällen gute Lösungen, manchmal aber auch Schulverpflegung mit gravierenden Mängeln, vor allem hinsichtlich Hygiene und gleichbleibender Qualität. Das Engagement einzelner Eltern und Lehrer löst das strukturelle Problem nicht. Im Gegenteil: Es nimmt die verantwortlichen Entscheidungsträger scheinbar aus der Pflicht, weil es ja vor Ort klappt.", vdoe.de 2007
  • Sind wir auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden Ganztagsschule? Erfassung der Ist-Situation der Mittags-Verpflegung an Ganztagsschulen in Hamburg, Diplom-Arbeit 2006
  • Landesweite Erhebung zur SV an Ganztagsschulen NRW, FKE 2011
    Basis der Studie war eine Erhebung aufgrund von Fragebögen:
    • Häufig wurden Ergebnisse auf Basis der 'Wahrnehmung' der ausfüllenden Personen geschildert: 'Somit scheint die Qualität des Essens, die von den Essensanbietern zu verantworten ist, einschließlich der hygienischen Vorsorge, bei den Schulen generell als zufriedenstellend wahrgenommen zu werden'.
    • Die Mahlzeitenqualität wurde beispielsweise anhand von Rezepturen beurteilt. In welcher Qualität diese Mahlzeiten tatsächlich auf den Tisch / zu den SchülerInnen kommen oder was in den Abfall geht, bleibt im Dunkeln.
    • Daten zum Essensbeitrag von 2008 werden nur zitiert, neuere Daten wurden im Rahmen der Befragung nicht erhoben.
    • Zudem wurde der 'Bekanntheitsgrad' von Qualitätsstandards für die Schulverpflegung abgefragt: DGE (36,0 %), FKE (16,3 %) und HS Niederrhein (11,2 %). Wie weit diese Qualitätsstandards in der NRW-Schulverpflegung realisiert werden, ist nicht zu erfahren.
    • Interessant auch: 'Leistungsverzeichnisse für Essenslieferanten, die vereinzelt in Kommunen oder bei anderen übergeordneten Schulträgern bereits existieren, und sich z.B. an den Qualitätsstandards der DGE ausrichten, spielten in den hier beteiligten Küchen in NRW noch keine Rolle (3 %).'

Schulverpflegung in Schwierigkeiten, einige Beispiele:

  • Schüler wollen nicht essen - die Stadt zahlt, Woeste-Gymnasium Hemer (NRW), derwesten 2012, Bericht Neubau, Fotos Architektur
  • Mama, mir schmeckt's nicht, Schulessen in Hanau 2011
  • Sorgenkind Mensa, Gaildorf 2011
  • Bio-Caterer hört an einigen Gymnasien auf, Tellervoll 2011

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