Unprofessionelle Schulverpflegung

Herkömmlicherweise bestehen die Schulverpflegungsangebote an Gymnasien häufig aus einem Brötchenwagen oder einem Kiosk, die in den 20-Minuten-Pausen gestürmt werden:

  • Brötchenwagen auf dem Pausenhof eines GymnasiumsBrötchenwagen - offeriert zumeist belegte und unbelegte Brötchen, überwiegend süße Getränke, Süßigkeiten, Chips etc.
  • Kiosk - wird oft vom Hausmeister oder von OberstufenschülerInnen gewerblich, d.h. gewinnorientiert betrieben

In der Regel sind diese Angebote Notlösungen, sie sind

  • für große Schulen unzureichend
  • ernährungsphysiologisch oft nicht als Pausenverpflegung geeignet
  • teils alternativlos ungesund nicht geeignet, eine Über-Mittag-Verpflegung sicher zu stellen
  • manche Städte, manche Schulen verdienen sogar an der Naschsucht der Kinder mit!

 

Darüber hinaus werden Schüler und SchülerInnen nicht selten und von der eigenen Schule an nahegelegene externe Essensmöglichkeiten verwiesen, wie Schnellrestaurants, Kioske, Supermärkte. Diese sind

  • oft relativ teuer (da gewinnorientiert, Fertigprodukte bringen mehr Gewinn als zubereitetes Essen)
  • ernährungsphysiologisch selten empfehlenswert, da unausgewogen und einseitig
  • teilweise unpraktisch, da die Öffnungszeiten nicht immer zur schulischen Mittagszeit / Pausenregelung passen, teilweise im Stehen gegessen werden muss etc.
  • vermüllen u.U. Schulhöfe, was manchmal sogar zum Verbot führt, s. auch Schluss mit süß und fettig, Süddeutsche.de
  • nur von volljährigen SchülerInnen erreichbar, da i.d.R. nur diese während des Schulbetriebs das Schulgelände verlassen dürfen

Foto: aboutpixel.deFazit: Wenn diese Essensmöglichkeiten überhaupt für SchülerInnen erreichbar sind, dann sind sie gut gegen Hunger - mehr oft nicht.

"Glücklich ist, wer nicht vergisst, dass 'Fastfood' doch nur 'fast food' ist" (Klaus Klages)

Uli Stein 'Neues von die Pisa-Studie', Teil I, Teil II