SchülerInnenverpflegung à la Lafer

Lafer: Nur wer gut isst, schreibt auch gute Noten!J. Lafer auf der didacta 2010
Am Gymnasium Römerkastell in Bad Kreuznach (ca. 1.200 S&S) wurde 2012 für das Projekt food@ucation eine Mensa gebaut (4 Mio. €), Berichte s. hanz-online.de und DNSV.
Zwischenbilanz, hanz-online 5.2.14
Genussmensa mit Bildungsauftrag: Bericht in Küche, 4/13

Geredet wird viel. Wir brauchen Beispiele, FAZ, 4.2.12

Lafer zum Thema Schulverpflegung: 'In Deutschland habe ich erst zwei, drei Orte gesehen, wo es richtig funktioniert, im Einklang mit der Wirtschaftlichkeit und im Interesse der Kinder.' Badische Zeitung, 27.6.12. Video bildungsklick.tv

Lafer: 'Mein Lebenstraum ist es, so vielen Schülern wie möglich in Deutschland eine leckere, gesunde regionale Küche zu bieten, die für jedermann bezahlbar ist und die auch Spiel und Spaß für die Kinder bietet - Das ist mein absolutes Herzens-Projekt für die Zukunft'. Seine Vision: 'Ich wünsche mir, dass wir in Bad Kreuznach ein Beispiel schaffen, was vielleicht bundesweit Schule macht und Kindern auch an anderen Plätzen eine perfekte Schulverpflegung eröffnet.' Ess-Klasse Junior 4/11

logo foodeducationDas Projekt läuft unter dem Namen food@ucation in Kooperation mit der HS Fulda.
'Mit food@ucation soll nun am Gymnasium am Römerkastell erprobt werden, wie sich das Ernährungs-Verhalten der Schülerinnen und Schüler nachhaltig durch ein entsprechendes Verpflegungs-Angebot, eingebunden in ein pädagogisches Gesamtkonzept, verbessern lässt. Über ein schmackhaftes, frisches und gesundes Speisenangebot in einer kind- und jugendgemäßen Umgebung soll nachhaltig eine Verhaltensänderung erreicht werden. Regionale und saisonale Produkte stellen den Bezug zu den Lebensmitteln her und Einblicke in moderne Zubereitungsmöglichkeiten sollen eine verantwortliche Ernährung fördern.' OStD Bläsius, Schulleiter des RöKa.

Eine Schulökotrophologin ist im RöKa von Anfang an aktiv, einen Arbeitskreis Mensa gibt es auch. Eine Schülerbefragung wurde zu Beginn des Projektes durchgeführt. Die Einbindung ins pädagogische Gesamtkonzept der Schule ist vorgesehen.

Darüber hinaus soll die Konzeption wirtschaftlich tragfähig und übertragbar für andere Schulen sein.  Allerdings weist das Projekt food@ducation einige Besonderheiten auf, die andere Schulen nicht ohne weiteres kopiert bzw. substituiert werden können, z.B.

  • 'hat sich Johann Lafer bis zum Jahresende verpflichtet und finanziert „ein hohes sechsstelliges“ Defizit der Mensa aus eigener Tasche.', cafe-future.net, 9.7.13
  • Nicht für jede Schulmensa wird so viel Geld bereit gestellt: 'Die Kosten für die Modell-Mensa betragen rund 4 Mio. €, die vom Kreis Bad Kreuznach finanziert und vom Land Rheinland-Pfalz mit 2,8 Mio. € gefördert wurden.' gastroinfoportal.de, 9.11.12

Auch die Medien-Präsenz u.a. durch Joh. Lafer als Fernsehkoch ist als Projektförderung nicht zu unterschätzen:

  • Gourmetalarm am Gymnasium, Spiegel 10.11.12
  • Das Kind muss essen, faz 2012
  • Die beste Entscheidung meines Lebens, Allgemeine Zeitung, 25.3.13
  • Lafer lehrt wieder an der Hochschule Fulda, fuldainfo.de, 30.5.12: 'Ich will gemeinsam mit den Studierenden Rezepte entwickeln, die den Geschmack der jungen Leute treffen und Schüler zu Genießern machen", sagte Lafer.
    Fuldaer Studenten kochen weiter mit Johann Lafer, Fuldaer Zeitung, 19.11.13
  • Betreiber Lafer bezweifelt, dass er die RöKa-Mensa dauerhaft für 4 Euro Essensbeitrag betreiben kann, obwohl dort jeden Tag 400-500 SchülerInnen essen:

  • Schulmensa überlebt nicht mit 4 Euro pro Essen, Allgemeine Zeitung, Rhein-Main, 10.7.13
  • Schulmensa mit 4 Euro pro Tag nicht machbar, Rhein-Zeitung, 7.7.13
  • Ohne Nachschlag leidet Qualität, Rhein-Zeitung, 9.7.13
  • Die Debatte um die Qualität und die Finanzierbarkeit der Schulverpflegung wird zum Politikum, Rhein-Zeitung, 11.7.13
  • Lafer betreibt die Mensa bis 2015 weiter, Wochenspiegel, 16.11.13
Interessant bleibt natürlich die Vollkosten-Rechnung. Welche Kosten werden zusätzlich zum Essensbeitrag bereits vom Schulträger bzw. vom Land übernommen? "Insgesamt 9,38 Euro kostet nach der Gesamtrechnung eine Mahlzeit. Mit der Eigenbeteiligung der EssensteilnehmerInnen von 3,10 Euro bezahle der Kreis noch immer 6,28 Euro für jedes der rund 300 Mittagessen, die täglich in der Röka-Mensa serviert werden." Allgemeine Zeitung, 4.9.13