Tablett- / Cafeteriasystem

Tablett-/Cafeteriasysteme gibt es in mehreren Varianten:

Variante 1:

Alle Essenskomponenten werden (fließbandartig) vorportioniert auf Tabletts bereit gestellt. Die EssenteilnehmerInnen können ihr Tablett per Band oder aus Warmhalte- bzw. Kühleinheiten entnehmen und müssen lediglich noch zahlen. Diese Variante kommt in Schulen sehr selten vor.

Vorteil: Es geht sehr schnell.

Nachteile: Alle Portionen sind gleich groß, es besteht keine Kombinationsmöglichkeit von Komponenten. Der Abfallanteil ist dadurch allerdings hoch, SchülerInnen lernen nicht entsprechend ihrem Hungergefühl zu portionieren, essen evtl. zu viel. Teilweise muss das Essen einige Zeit auf dem Tablett warm/kalt gehalten werden. Es findet kein Kontakt zum Küchenpersonal statt.

Variante 2:

Die Portionierung von Speisen erfolgt durch das Ausgabepersonal an Ausgabetheken auf Teller / Schalen, die den EssenteilnehmerInnen einzeln überreicht werden. Die auf ihrem Tablett gesammelten Menübestandteile werden direkt (Hygieneproblematik!) oder an einer separaten Kasse bezahlt.

Vorteile: Portionsgrößen und teilweise Komponentenauswahl können mit dem Personal abgesprochen werden. Die SchülerInnen haben direkten (allerdings nur sehr kurzen) Kontakt zum Ausgabepersonal (wichtig z.B. bei unbekannten Speisen, Allergien, Vegetariern etc.)

Nachteile: Die Bedienung der einzelnen Essensteilnehmer dauert relativ lange und ist sehr personalintensiv. Die SchülerInnen müssen sich direkt für eine Menülinie entscheiden. Wenn nur 1 oder 2 Menülinien eingerichtet sind, bilden sich zu den Stoßzeiten viel zu lange Schlangen, da die Bedienung nur nacheinander erfolgen kann. Diese Variante passt insgesamt nicht zum Schulalltag mit seinen Stoßzeiten. Schulen ist von dieser Ausgabeform daher dringend abzuraten, der wirtschaftliche Erfolg durch zu langsame Ausgabe und infolgedessen zu wenige EssensteilnehmerInnen gefährdet!

Foto: Fotolia.com - Louis Capeloto

Variante 3:

An einer längeren Ausgabetheke oder mehreren sog. Menülinien sind die meisten verfügbaren Essens-Komponenten zur Selbstbedienung aufgestellt (oft mit einer 'Beispiel-Portion' wg. Größe und Aussehen). Darüber hinaus werden einige Komponenten kontinuierlich von Personal bereit gestellt. Für GrundschülerInnen ist dieses System noch zu unübersichtlich und zu schwierig.

Vorteile: Auswahl und Portionierung können individuell von den Essensteilnehmern vorgenommen werden.

Nachteile: Wenn die Selbstbedienungsfläche zu klein oder zu eng ist und sich die SchülerInnen nicht schnell genug bedienen (können), kommt es zu langen Warteschlangen mit den bei Variante 2 genannten negativen Auswirkungen.