Betriebsformen

Hier bekommen Sie einen Überblick und Hinweise zu möglichen Rechtsformen in der Schulverpflegung, wie Zweckverband, Dienstleistungskonzession, gGmbH, e.V., AG, GbR: beos.uni-bayreuth.de

 

Dienstleistungskonzession

Foto: Fotolia.com - multimartinator'Vergibt eine Kommune beispielsweise an einen privaten Caterer das Recht, d. h. eine Konzession, nach vorgegebenen Kriterien eine Mittagsverpflegung in den Räumlichkeiten der Schulen anzubieten, handelt es sich um eine klassische Dienstleistungskonzession. Es findet, ausgenommen vielleicht Miet- oder Ausgleichszahlungen, kein entgeltlicher Austausch zwischen Schulträger und Caterer statt, sondern eine Bezahlung zwischen Eltern und Caterer.' s. Bödeker, Handlungsspielräume für eine gesunde Schulverpflegung - Rahmenbedingungen, Rechtsformen von Schulverpflegungsangeboten und umsatzsteuerliche Behandlung, 2011
Achtung: Ob eine D-Konzession für Schulen ausschreibungspflichtig ist, ist umstritten.

Mensaverein

 Foto: Fotolia.com - sk design'Mütter kochen für SchülerInnen' - Das Mensaverein-Modell funktioniert an manchen Schulen eine Zeit lang durchaus gut. Es erfordert jedoch ein hohes kontinuierliches Engagement. Oft wird dieses Engagement noch nicht einmal bezahlt, sondern selbstverständlich als 'Ehrenamt' zur Senkung der Schulverpflegungskosten akzeptiert. Noch nicht einmal das Rentenkonto kann aufgebessert werden. Während manche Mensavereine MitarbeiterInnen in der Schulverpflegung bezahlen, bleibt die Arbeit im Vereinsvorstand immer ehrenamtlich. Selten kommt es zur Anstellung eines/r Geschäftsführers/in, obwohl Mensavereine an weiterführenden Schulen oft Jahresumsätze wie ein mittleres Unternehmen haben, teilweise zwischen 100.000 und 300.000 €.

Wenn Sie einen Mensaverein gründen möchten,

Lesen Sie hier weiter:4.5 Mensaverein

gGmbH

Foto: Fotolia.com - onlinebewerbungDie gGmbH kann eine geeignete Rechtsform für den Mensa-Betrieb an Schulen sein. Nicht zu unterschätzende Vorteile sind einerseits die Haftungsbeschränkung sowie die Organisationsform (i.d.R. professionelle Geschäftsführung). Nachteil bzw. Hinderungsgrund kann andererseits das zur Gründung erforderliche Kapital (ca. 25.000 €) sein.
  • Die gemeinnützige GmbH, W. Ermgassen.
    Hier wird die Kombination von Gemeinnützigkeit und GmbH insbesondere hinsichtlich steuerrechtlicher und organisatorischer Aspekte dargelegt, außerdem folgt ein Vergleich mit anderen gemeinnützigen Rechtsformen, wie dem eingetragenen Verein.
  • Helmholtz-Gymnasium Hilden - hier wurde eine gGmbH gegründet, die seit 2010 die Mensa betreibt. Kapitalgeber und einziger Gesellschafter ist der Förderverein. Nähere Informationen zur gGmbH in Hilden (wie Gesellschafts- und Nutzungsvertrag, Rentabilitätsplan, Beschlussvorlage Ratssitzung) finden sich im Bürgerinformationssystem der Stadt Hilden.
    Mensa Lacaille, Helmholtz-Mensa eröffnet, Rh. Post, 2010; Hilden: Mensa-Test - 'Sehr gut' aber ..., wz 2010
    Neue Mensa am Helmholtzgymnasium Hilden, Rheinische Post 2008

SchülerInnenfirma

Foto: Fotolia.de - Christian JungVernünftig angeleitete 'Schülerfirmen bieten SchülerInnen die Möglichkeit, durch die Mitgestaltung der Angebote am Kiosk und in der Mensa ganz praktisch zu erfahren, was schmeckt, gesund, sozial- und umweltverträglich ist.

Schülerfirmen werden dabei als pädagogisches Handlungsfeld verstanden, in dem Schülerinnen und Schüler mit echten Produkten und Dienstleistungen am realen Markt agieren' s. F. Corleis (Hg.) Aktive Schülerfirmen - Chance für eine nachhaltige Schulverpflegung, 2009 (Vorschau zum Buch bei books.google.com)