Die Mensa der IGS Bonn-Beuel

Beispiel bon(n)a Mensa - IGS Bonn-Beuel, wurde im Oktober 2008  als eine der ersten Schulmensen mit 3 Kochmützen sowohl für die Produktion als auch für den Bereich Ausgabe zertifiziert, s. auch cafe-future.net

Eindrücke aus der IGS Gesamtschule Bonn-Beuel:

  • 01_Cafeteriaangebot
  • 02_Ausgabezone
  • 03Ausgabe_Tagesgericht
  • 04_Auch_die_Aelteren_essen_hier
  • 05_SB_Komponenten_FreeFlow
  • 06_FreeFlow_
  • 07_Salatbar
  • 08_Nachspeise
  • 09_Kassenzone
  • 10_Kassenzone
  • 11_Trinkwasserbrunnen
  • 12_Preisgestaltung
  • 13_Mensabereich1
  • 14_Mensabereich2
  • 15_Mensabereich3
  • 16_Mensabereich4
  • 17_Mensabereich5
  • 18_Oberstufenbereich
  • 19_Oberstufenbereich
  • 20_Ruhe_Essraum
  • 21_Automatenecke
  • 22_3_Kochmuetzen_Zertifikate
  • 23_Spuelautomat
  • 24_Mensafluegel1
  • 25_Wintergarten
  • 26_Spieleraum
  • 27_Chillecke
  • 28_Tischtennis
  • 29_Treppenhaus (1)
  • 30_Funktionsraeume
  • referenzschreiben
 


 

Kurz-Bericht von einen Besuch  der bon(n)a Mensa (Ende 2008):
ca. 1.300 Schülerinnen und Schüler, von Anfang an (1978)  Ganztagsbetrieb, Träger: Stadt Bonn.
Es gibt sowohl an den 3 langen Tagen als auch an den 2 kurzen Tagen (Di, Fr) Mensa-Essen und Cafeteria-Angebot.Nach diversen Betreiber-Varianten wie Pacht durch einen Koch, Elterninitiativen, Catering-Betrieb, etc. hat 2003 die Fa. apetito die Mensa als Pächter übernommen. Der Betrieb läuft professionell, profitabel und ohne Eltern- und SchülerInnen-Mitwirkung. apetito hat vor der Betriebsübernahme eine aufwendige Befragung über die Essgewohnheiten, -vorlieben und -abneigungen der Schülerinnen und Schüler durchgeführt, ausgewertet und beim Betrieb berücksichtigt. Insbesondere wurde auch der Engpass 'Kassenzone' beseitigt. In den letzten Jahren werden jeweils zu Beginn des Schuljahres ca. 500 Essen an langen Tagen ausgegeben, gegen Ende des Schuljahres sinkt die Anzahl.
Angestrebt wird eine 'Balance' zwischen Akzeptanz des Schulessens und sinnvoller Ernährung. An der Schule gibt es das Fach 'Gesundheitserziehung' mit Praxisteil Kochen. Wichtig ist der Schule, dass die Kinder überhaupt mittags essen, um leistungsfähig zu bleiben.

Die Mensa verfügt über 300 Sitzplätze, es gibt mehrere Gebäude-Flügel. Ringsum besteht sie aus Glasfronten, zusätzlich kommt Licht durch ein teilweise gläsernes Dach. Die Betonwände sind mit großen Wandgemälden dekoriert, es befinden sich relativ viele große Grünpflanzen in der Mensa, die teilweise als Sichtschutz dienen. Ein Bereich ist für die Oberstufe abgeteilt, nur dort gibt es auch Kaffee. Zurzeit gibt es keinen Mensa-Außenbereich (Terrasse). Die Schülerinnen und Schüler dürfen in der Mensa selbstverständlich auch ihr von zu Hause mitgebrachtes Essen/Pausenbrot verzehren.

Verpflegungssystem: Das System wird von apetito als Frischküche bezeichnet. Es kommen dabei viele Komponenten von 'apetito' in Form von feldfrisch teilzubereiteter tiefgekühlter Ware (1 x pro Woche) zum Einsatz, die angeliefert und zeitnah fertiggestellt werden. Durch diese Produktionsverfahren werden faktisch i.d.R. frischere Lebensmittel serviert, als es bei Markteinkauf von Obst und Gemüse mit direkt anschließender Zubereitung möglich wäre.

Die Mensa wurde 2008 als eine der ersten Schulmensen mit 3 Kochmützen für die Zubereitung und für die Ausgabe von der Hochschule Niederrhein (im Verbund mit der Verbraucherzentrale) zertifiziert.

Der Mensa-Ausschuss ist das Bindeglied zwischen dem Caterer 'apetito', den Eltern, der Lehrerschaft sowie den Schülerinnen und Schülern. Er tagt 1-2x pro Jahr. 
Die Mensa wird mit 6 Angestellten (zumeist in Teilzeit) plus der Leiterin betrieben.

Die Aufsicht in der Mensa wird von Lehrerinnen und Lehrern wahrgenommen - ein(e) LehrerIn zu einer Zeit. Da relativ viele Mitglieder des Kollegiums in der Mensa essen, haben sie natürlicherweise zusätzlich ein Auge auf die Schülerinnen und Schüler. Es hat sich ein sogenannter 'Lehrertisch' herauskristallisiert.

Eltern helfen in der Schule zwar an diversen Stellen mit, ca. 100 Eltern sind in einer 'Mithilfe-Kartei' für die unterschiedlichsten 'Dienstleistungen' gelistet. Mithilfe von Eltern in der Mensa gibt es allerdings nicht. Eltern werden jedoch bei der Aufsicht und Beschäftigung der Schülerinnen und Schüler während der Mittagspause, Spieleverwaltung und im SchülerInnencafé eingesetzt, wo sie beispielsweise Tee und andere Getränke ausschenken.

Es gibt 2 Essenzeiten für das Mittagessen:
12.30 - 13.20 Uhr: 5. und 6. Klassen und Oberstufe 
13.20 - 14.15 Uhr: 7. bis 10. Klasse und Oberstufe

Angebote und Kosten (Stand 2008):
•    Das Tagesgericht kostet 2,45 €, Nachtisch oder kleiner Salat kostet separat (55ct).
•    Für ein kostenloses Getränk stehen zwei Wasserbrunnen der Stadtwerke zur Verfügung.
•    An einer Free-flow-Theke können sich die Schülerinnen und Schüler außerdem aus verschiedenen Komponenten ein Hauptgericht selbst zusammenstellen. Die Kosten für dieses Essen werden nach Komponenten abgerechnet: Hauptkomponente 1,65 €, Sättigungs-Beilage 0,95 €, Gemüsebeilage 0,65 €. Oft gibt es zusätzlich Pfannengerichte, Eintöpfe (Bio) oder Süßspeisen, die 2,95 € kosten.
•    Außerdem gibt es eine Salatbar, an der sich die SchülerInnen ihren Salat individuell zusammenstellen können: Salat als Beilage 0,55 €, als Hauptkomponente 1,65 €.
•    Die Cafeteria-Theke mit Brötchen, Obst und Getränken ist ganztags geöffnet.
•    Außerdem gibt es einen Kiosk, der ebenfalls von 'apetito' betrieben wird und ganztägig geöffnet hat.

Bezahlt wird ausschließlich mit einer Chipkarte (enthält Lichtbild), die gleichzeitig auch SchülerInnen-Ausweis und Ausweis der Stadtteil-Bibliothek im Hause ist. Die Guthaben-Karte kann an einem Automaten in der Schule oder per Überweisung aufgeladen werden. Bei Verlust kann die Karte gesperrt werden. An der Kasse erfasst 1 Kassiererin bis zu 13 Tabletts pro Minute, so dass hier so gut wie nie ein Stau entsteht. Es gibt kein 'Rabattsystem' und kein Abosystem.

Weitere Aufenthaltsräume und -möglichkeiten für die Pausen:
Zusätzlich zur großen Mensa stehen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:
•    Das 'SchülerInnencafé' ist ein zusätzliches Angebot in einem Nebenraum der Mensa. Die Aufsicht führt hier eine Sozialpädagogin. Eltern helfen freiwillig und schenken diverse Tees zum Selbstkostenpreis von 20 Cent aus. Im Café gibt es einen Billardtisch, außerdem Gesellschaftsspiele. Hier finden auch Angebote der Sozialpädagogin der Schule statt. Die Spiele sind Sachspenden oder wurden von einem sogenannten 'Freizeitetat' aus Elternspenden angeschafft.
•    Neben dem SchülerInnencafé existiert noch einen Ruheraum, in dem auch gegessen werden darf.
•    Im Wintergarten führen Eltern auf ehrenamtlicher Basis die Aufsicht. Der Zeitaufwand hierfür beträgt ca. eine Stunde alle zwei Wochen. Hier gibt es 'Airhockey', Tischtennisplatten, 'Waking'?. Außerdem erfolgt hier auch die Ausgabe für Freiluft-Spielgeräte.
•    Zusätzlich stehen mehrere Tischtennisplatten im offenen Bereich außerhalb der Mensa (im Innenbereich) und auf dem Schulhof zur Verfügung.
•    Die große Stadtteilbibliothek (der Stadt Bonn) ist in den Pausen geöffnet und stellt einige Internet-Arbeitsplätze zur Verfügung.

Der restoyoung-Betrieb von apetito endete im Sommer 2012, ab dem Schuljahr 2012/13 betreibt TroService aus Troisdorf die Mensa, s. Bericht zum Betreiberwechsel