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Erfolgsfaktoren Schulverpflegung


Foto: Fotolia @ Aamon'Essen und Trinken in der Schule [kann] nur dann zu einem selbstverständlichen, gesundheitsförderlichen und lern- und leistungsförderlichen Bestandteil der Schulkultur werden, wenn es in das Gesamtkonzept der Schule aufgenommen wird und von allen Beteiligten im Rahmen der pädagogischen Verantwortung (mit) gestaltet wird.' Oepping, ganztag-nrw.de
'Drei Dinge machen eine Schulmensa zur Erfolgsstory:
•   Ein Schulleiter, der mit Engagement hinter s e i n e r  Mensa steht,
•   eine adäquate Küchenplanung sowie Mensaeinrichtung,
•   ein schülerorientiertes vielfältiges und frisches Speiseangebot.' (Prof. Dr. Koscielny, HS Fulda, take54you)
 

Erfolgsfaktoren - Schulverpflegung im Spannungsfeld diverser Zielgruppen

  •  SchülerInnen bringen gerade in den weiterführenden Schulen bereits einseitige Vorlieben mit, alles soll trendy sein und schnell gehen
•  Eltern möchten in der Regel gesunde und frische Schulverpflegung, die preiswert angeboten wird
•  Schulleitungen präferieren zumeist unkomplizierte Schulverpflegungs-Lösungen
•  LehrerInnen sollten auch beim Thema Schulverpflegung ihrer Vorbildfunktion nachkommen
•  Vielen Schulträgern fehlt Know-how zum komplexen Thema Schulverpflegung
Der Essalltag berufstätiger Mütter und ihrer Kinder - eine Herausforderung für die Schulverpflegung, Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe auf der hogatec 2010
 

Erfolgsfaktoren - Schnell muss es gehen oder to go

Zügige Bedienung (möglichst Selbstbedienung) ist erfahrungsgemäß einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Schulverpflegung an weiterführenden Schulen. Umgekehrt: Wartezeiten sind die größten Akzeptanzkiller in der Schulverpflegung! Wenn es mittags gongt (ist es ja zumeist schon 13 Uhr oder später), haben viele SchülerInnen Hunger. Sie gehen zur Mensa, sie sehen und riechen dort das Essen. Müssen sie dort länger als 5-10 Minuten anstehen, war es für die meisten das letzte Mal. Viele - auch neue - Mensen sind falsch eingerichtet: In der Regel wird das Essen einzeln vom Mensapersonal über eine Ausgabetheke ausgegeben. Oft ist auch das Kassieren (erneut) mit Wartezeit verbunden. Das ist in Schulen mit ihren typischen Stoßzeiten ein absolutes NoGo!
Maisstärkebehälter mit Obst auf JoghurtViel zügiger geht es mit Selbstbedienung, wie es die meisten Betriebsrestaurants bieten. Die SchülerInnen verteilen sich auf verschiedene Ausgabe-Bereiche, stellen ihr Essen aus Komponenten selbst zusammen, wählen Snacks, Salat, Dessert, Getränk aus und bezahlen alles bargeldlos und schnell am Kassenterminal. S. beispielsweise Erfahrungsbericht GS Bonn-Beuel, Eindrücke vor Ort

Oft haben Schülerinnen und Schüler selbst zur Mittagszeit nur einen 'kleinen Hunger', sie nehmen sich wenig Zeit oder nehmen ihre Hauptmahlzeit zu Hause ein. Attraktiv und chic sind daher zurzeit to-go-Angebote.
 

Erfolgsfaktor Akzeptanz

Die Akzeptanz für die Schulverpflegung kann erhöht werden  durch
Beteiligung der SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, Schulträger
adäquate und attraktive Räumlichkeiten, Trend: Schülerrestaurant, Schülerbistro
schulinterne Marketing-Maßnahmen
Foto: Fotolia.de @ RolandBedarfs- und Bedürfnisanalysen, Rückmeldemöglichkeiten, einige Beispiele:
• Fragebogenerhebung zur Schülerverpflegung in der Region Vogelsbergkreis, take54you 2010
• Erstbefragung Eltern-/SchülerInnen, Oberstufe, LehrerInnen an einem Gymnasium in NRW 2008
• Befragung anlässlich der Mensa-Neukonzeption Gesamtschule Bonn-Beuel
Flexibilität und guten Service bei der Essensausgabe
passende Ausgabesysteme (u.a. viel Platz), ausreichend Zeit zum Essen, flexibles Komponentenessen
Preistransparenz, leichte und moderne Abrechnungssysteme
Qualifiziertes Fachpersonal (u.a. wg. Hygiene, Arbeitsabläufen, Kosten)
Integration des Themas Ernährung in den (Schul-)Alltag - Essen in der Schule muss Bestandteil der Gestaltung schulischen Lebens- und Bildungsraums werden
Dort wo auch die LehrerInnen an der Schulverpflegung beteiligt sind (selbst dort essen, Aufsicht führen, ggf. mit organisieren etc.) funktioniert die Schulverpflegung am besten - Vorbildfunktion, Wahrnehmung von SchülerInnen außerhalb von Unterricht etc.
 

Erfolgsfaktoren - Ein bisschen Wellness

ganz!entspannt - Gestaltung der Mittagszeit in Schulen der Sek 1 Bielefeld, Juni 2010 - gute Checkliste zu Personal, Atmosphäre, Organisation, Angebot und Kommunikation Foto: Fotolia@fotofuerst
In der Schule esse ich gerne - Was Schulverpflegung langfristig attraktiv macht, Prof. Dr. Gertrud Winkler, hogatec 2010
Schulverpflegung zwischen Schülerorientierung und Gesundheitsförderung, Wulf Bödeker, hogatec 2010
Pause mit Genuss, praktische Anregungen für Schulkiosk und Cafeteria, Verbraucherzentrale NRW, 2010
 

Erfolgsfaktoren - Weitere Fakts

Weitere Erfolgsfaktoren, die zum Gelingen von Schulverpflegung beitragen, sind nach einer Untersuchung der Uni Göttingen (s. auch Vortrag):
•  wohlschmeckendes und abwechslungsreiches Essen unter Berücksichtigung der Wünsche von Schülerinnen und Schülern, Kompromiss aus den unterschiedlichsten Bedürfnissen. Kann aus Gründen der Akzeptanz des Essens insgesamt Süßes und Fast-Food-Gerichte nicht ganz verbannt werden, kommt es auf die Zubereitung, die Menge, die Optik und die Häufigkeit an. Aber: Allein schmackhaftes Essen genügt nicht! Auch der Rahmen muss stimmen:
  Foto: © Stanislav Komogorov - Fotolia.com•  angenehme Atmosphäre beim Essen, stimmige bauliche und zeitliche Rahmenbedingungen
•  freundliches Personal mit hoher Servicemotivation
•  Positive aktive Integration in die Schule durch Kooperation und Kommunikation aller Beteiligten
•  Abgrenzung von konkurrierenden Angeboten
Vielerorts müssten verbessert werden:
•  die Ausstattung der Räumlichkeiten, die Lärmdämmung
•  Investitionen in Küchentechnik
•  Bereitstellung pädagogischer Kapazitäten
Am wirkungsvollsten ist es, nicht nur auf das Verhalten der Jugendlichen einzuwirken, sondern die Verhältnisse, in denen die Jugendlichen leben – in diesem Fall die Schule – so zu verändern, dass ein gesundheitsbewusstes Ernährungsverhalten möglich wird.' (Landeselternschaft Gymnasien NRW)
Atmosphäre und gutes Essen in der Schulmensa gewünscht, u.a.: "Schulverpflegung funktioniert immer dann, wenn die Mensa integrierter Bestandteil der Schule ist und nicht als lästiges neues Anhängsel betrachtet wird", aid.de 1.10.2008
Das A und O einer guten Schulverpflegung, ganztagsschulen.org, Nov 2008
Qualitätsanforderungen definieren und kontrollieren
Hilfe z.B. ein Leistungsverzeichnis, das alle Aspekte des komplexen Themas Schulverpflegung zu beleuchten versucht.
 



Es ist

Montag, 21. Mai 2012
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