Die Position der seit 2010 amtierenden Rot-Grün-Minderheitsregierung in NRW zur Schulverpflegung ist derzeit wenig transparent - im Webportal des Schulministeriums finden sich keine Statements oder Hinweise politischer Art zur Schulverpflegung. Das Thema wurde komplett an die Vernetzungsstelle Schulverpflegung 'outgesourct'. Auf die Forderungen der Verbraucherzentralen zur Schulverpflegung, z.B. verbindliche Standards einzuführen, wurde bisher nicht eingegangen. Das Schulobstprogramm ist auf die Grundschulen begrenzt. Die Forderungen der NRW-Grünen (aus Oppositionszeiten 2008) sind nicht mehr online, z.B. Anträgen auf Schulessen für alle Kinder (als Rechtsanspruch!) mit den Forderungen: • Wer den ganzen Tag außer Haus ist, soll mittags etwas Warmes essen können • Schluss mit dem 'Kahlen Ganztag' an Gymnasien . Im Leitfaden zur Sekundarstufe (2011) findet sich der Abschnitt 'Schulorganisatorische Rahmenbedingungen'. 'Sekundarschulen werden in der Regel als gebundene Ganztagsschulen mit einem Lehrerstellenzuschlag von 20 Prozent geführt.' Andere Festlegungen (die im (Vorgänger-)Leitfaden zum Modell der Gemeinschaftsschule 2010 noch enthalten waren) sind verschwunden! Es ist nicht mehr von gebundenen Ganztagsschulen die Rede mit folgenden Gegebenheiten: 'Das muss bei der Auswahl und ggf. beim Ausbau der Schulgebäude berücksichtigt werden. Zu jeder Gemeinschaftsschule, die den Ganztag anbietet, gehören eine Mensa und Räume für den gebundenen Ganztag.' Für Schulen, die nur 'ausnahmsweise' nachmittags Unterricht haben, heißt es in der BASS (12-63 Nr. 2 Abs. 6.3 v. 23.12.10): 'Der Schulträger ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Einnahme eines Mittagessens oder eines Mittagsimbisses.' |
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Für Schulen in NRW stellt sich die Frage, wo sie umfassende Unterstützung (wie Support, Consulting, Moderation, Lösungen) zum Thema Schulverpflegung erhalten können. Das Thema Schulverpflegung ist leider kein Kernthema des Schulministeriums, sondern wurde 2009 an die sog. Vernetzungsstelle Schulverpflegung delegiert (die Vernetzungsstelle SV NRW stellt sich vor).Dringend benötigt werden Roll-out-fähige Schnell-Starter-Lösungen zur Schulverpflegung an den (zumeist großen) Gymnasien, da die obligatorische 1stündige Mittagspause nun Fakt ist und die Entwicklung einer eigenen Schulverpflegungslösung viele Schulen/Schulträger überfordert. Statt der zentralen Entwicklung solcher professionellen Lösungspakete werden von der Verbraucherzentrale derzeit lediglich einzelne langjährig gewachsene suboptimale Schulverpflegungs-Initiativen (oft sogar Eltern-Initiativen) oder Modellprojekte präsentiert. -> Konzepte zur Schulverpflegung |
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Anhörung zur Schulverpflegung im Bundestag, 30.11.11, Experten beurteilen die Schulverpflegungs-Situation in interessanten Expertisen |
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Forderungen zur Schulverpflegung der Verbraucherzentralen 2011 |
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Ist-Situation der Schulverpflegung - Handlungsalternativen für Schulen und Kommunen, 2/09, FH Niederrhein |



Schulpolitik (NRW)





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