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Start Qualität von SV Verpflegungssysteme

Verpflegungssysteme


Zunächst - Die FRISCHE-Frage: Was kommt in der Gemeinschaftsverpflegung frischer auf den Tisch? Beispiel Gemüse:
Gemüse, das auf dem Markt angeboten wird gilt als (markt-)frisch, auch wenn es bereits mehrere Tage zuvor geerntet wurde. Als Frischküche gilt, wenn am Markt Eingekauftes taggleich in einer Großküche zubereitet wird. Die Zubereitung der Tagesmenge ist in der Regel spätestens um 10-11 Uhr beendet, zwischen 12 und 14.30 Uhr wird das Essen in den Schulen ausgegeben. Dabei kommen Warmhaltezeiten von 3 und mehr Stunden zustande. 
Die moderne Systemgastronomie verwendet Gemüse, das erntefrisch (i.d.R. innerhalb von 4 Stunden nach der Ernte) verarbeitet (bis 80-95% gegart) und anschließend schockgekühlt und vakuumiert wurde. Innerhalb kurzer Zeit stehen zeitnah Teilportionen dieses Gemüse regeneriert und fertig gegart zur Ausgabe bereit, so dass bei Cook&Chill oder Cook&Freeze max. 30-60 Minuten Warmhaltung entstehen. 
Fazit: Die modernen Systeme bieten deutliche Vorteile hinsichtlich hitzeempfindlicher Vitamine und der mikrobiologischen Situation (Keimzahl), s. S. 8 + 11.

In der Regel werden die im Folgenden genannten Verpflegungs-Systeme an den Schulen nicht in Reinform praktiziert.
Foto ©gradt - Fotolia.comSehr selten produzieren Schul-Mensen alles selbst, oft sind es aber auch keine reinen Ausgabeküchen. Die meisten Schulverpflegungs-Einrichtungen arbeiten mit einer zentralen Produktionsküche zusammen und produzieren einen ergänzenden Teil des Speisenangebots selbst. 
Cook&Serve (Mischküche Frisch & Convenience), die reine Frischküche gibt es in der Praxis der Schulverpflegung nur noch weniger als 1%.
• Cook&Freeze, zentral gekochtes Essen, das tiefgekühlt angeliefert und vor Ort zeitnah fertig gegart wird, schränkt das Essensangebot etwas ein, die Anreicherung mit Obst und Rohkost ist sinnvoll
• Cook&Chill (Kühlkost) zentral gekochtes Essen, das gekühlt angeliefert wird und vor Ort zeitnah aufbereitet/regeneriert wird,
   Ergänzung durch Obst und Rohkost sinnvoll, s. auch Vortrag Prof. Peinelt, Darstellung von troservice

Cook&Hold (Warmverpflegung), zentral gekochte warm angelieferte Speisen. Die Ergänzung der angelieferter Speisen mit frischem Salaten und Obst ist auch hier zweckmäßig. Wegen der mikrobiologischen Situation (Keimwachstum) ist die Warmverpflegung nur bei kurzfristiger Anlieferung und kurzen Warmhaltezeiten (1 Mittagspause) akzeptabel.

   
Verpflegungssysteme an Schulen im Vergleich
Verpflegungssysteme im VergleichFoto: Fotolia - Pawel Strykowski
     
Verpflegungssysteme im Vergleich, FH Fulda 2009
Optimale Versorgung in Ganztagsschulen, Konzepte für die Schulverpflegung, Prof. Ulrike Arens-Azevêdo
Qualitativer Vergleich der Verpflegungslösungen, Prof. Dr. G. Winkler
'Fazit: Schulverpflegung ist (viel) mehr als die häufig nicht wertfreie Diskussion um das Verpflegungssystem!
Ist-Situation und Handlungsalternativen für Schulen und Kommunen, Vortrag Prof. Dr. Peinelt, FH Niederrhein, 2009
Anforderungen, die unabhängig bzw. abhängig vom Verpflegungssystem gewährleistet werden müssen
Wer die Wahl hat, hat die Qual - So finden Sie den richtigen Verpfleger für Ihre Schule, talkingfood.de
Tipps, welche Punkte bei der Beauftragung von externen Dienstleistern beachtet werden sollten, gibt es beim aid
Checkliste für anzufordende Unterlagen eines Essensanbieters finden Sie in der Online-Broschüre  Bio kann jeder  (s. S. 13)
Rahmenkriterien für Verpflegungsangebote in Schulen bietet das Portal  oekolandbau.de
Bewirtschaftsungsformen und Verpflegungssysteme, belv und in form Foto: U. Steinke
Die FitPizza - gesunde Pizzavariante, Presseanzeiger 14.6.10
zipac - bietet die attraktiven transparenten Verpackungen aus PLA 
Schulrestaurant Integer - 1 Profikoch betreibt mit 12 MitarbeiterInnen eines Behinderten-Projektes eine Frischküche an einer Hamburger GS, Bericht
 

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Montag, 21. Mai 2012
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