Weiterlesen Schulpolitik:So fing alles an: 2008 startete die sog. NRW-Ganztags-Offensive der damaligen NRW(CDU/FDP)-Landesregierung. Erstmals wurden Gelder für sog. 'außerschulische Angebote' auch für weiterführenden Schulen bereitgestellt, die keine offiziellen Ganztagsschulen waren bzw. werden wollten. Eine sinnvolle Gesamtkonzeption, wie sie in einigen anderen Bundesländer gesetzlich verankert ist, war die sog. 'Ganztags-Offensive' allerdings nicht: Für den 'Quasi-Ganztag' werden seither Mittel zur Sicherung der Aufsicht während der Mittagspausen bereitgestellt, außerdem konnten Zuschüsse für bauliche Investitionen für Aufenthalts- und Schulverpflegungsräume abgerufen werden. In begrenztem Umfang konnten auch einige (bis zu 216) der 631 Gymnasien und 557 Realschulen in NRW zu 'echten' Ganztagsschulen werden. Wenig klar geregelt sind weiterhin andere Rahmenbedingungen für den Betrieb von Schulverpflegungs- und Betreuungsangeboten: Neben der Qualität von Schulverpflegung insbesondere die dauerhafte Sicherung anfallender Betriebskosten und die über Aufsichten hinausgehende Personalkosten. Beschränkt sind die Gelder zudem auf die Sekundarstufe I. Der seit langem existierende Bedarf vieler OberstufenschülerInnen bezüglich Aufenthaltsmöglichkeiten und Verpflegungsangeboten in den Schulen wurde und wird nicht thematisiert. Mit den Erlassen zur Ganztags-Offensive (5-Tage-Woche, Hausaufgaben, Geld oder Stelle) wurde immerhin die obligatorische 1stündige Mittagspause an langen Schultagen eingeführt. • Infos zu den Programmen 1.000-Schulen-Programm, Geld oder Stelle, Umwandlung in gebundene Ganztagsschulen • G8 - Unsere Schüler sind nicht überfordert, Die Welt, 10.2.08 • Ganztagsschulen bleiben rar, Der Tagesspiegel, 2.8.09 Immerhin sprach die damalige NRW-Schulministerin Sommer von 'revolutionären Veränderungen, vom 'Paradigmenwechsel von der Halbtagsschule zur Ganztagsschule' (14.8.09), der Abschied von Halbtagsschulen (Kölnische Rundschau, 15.8.09) war eingeläutet. |
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