FIT für die Zukunft
| Alle Schulen in NRW brauchen ansprechende Verpflegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten! |
'Gute Gesundheit unterstützt erfolgreiches Lernen. Erfolgreiches Lernen unterstützt die Gesundheit. Erziehung und Gesundheit sind untrennbar.' Desmond O'Byrne (WHO Genf) |
| Der Auf- und Ausbau von Übermittagangeboten ist sowohl aus schulpolitischen als auch aus gesellschaftspolitischen Gründen überfällig: |
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Gesundheit und Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler spielen eine wichtige Rolle für ihre Entwicklung und ihren schulischen Lernerfolg. Schulen sind hier in der Mitverantwortung. Die Verweildauer der Schülerinnen und Schüler ist insbesondere an den Gymnasien gestiegen (Turbo-Abitur, G8). Immer mehr Schulstunden und -aktivitäten finden nachmittags in der Schule statt, so dass eine gute Schulverpflegung in Kombination mit attraktiven Aufenthaltsmöglichkeiten unumgänglich geworden ist. Schülerinnen und Schüler sollen sich körperlich und geistig angemessen regenerieren können und sich in der Schule wohl fühlen. |
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Zu viele Schulen verpassen noch immer die Chance, über die Schulverpflegung das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen sowie die Identifikation mit der Schule positiv zu beeinflussen. » Argumente für eine attraktive Schulverpflegung Das Verpflegungsthema ist kein reines Versorgungsthema, sondern 'Teil eines übergreifenden Prozesses der Kompetenzbildung für Gesundheit'. Allein das richtige Frühstücksverhalten kann den IQ um nachweislich um 5 (Eissing 2011) bis 10 Punkte (Geiger 2009) steigern. |
Berufstätigkeit mit Kind - aber ohne Mensa?
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Berufstätige Mütter (und Väter) werden durch eine vernünftige Schulverpflegung organisatorisch deutlich entlastet. Für viele Familien wird es immer schwieriger, an Schultagen die Hauptmahlzeit zu organisieren, auch deshalb, weil die Kinder zu unterschiedlichsten Zeiten Schulschluss und Nachmittagsaktivitäten haben. Diese familienpolitischen Aspekte finden bei der Bundesregierung und in immer mehr Kommunen mittlerweile Beachtung. |
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Eltern bleiben in der Verantwortung, dass ihre Kinder auch in der Schule ein gesundes bedarfsgerechtes und attraktives Angebot erhalten, d.h. sie sollten sich darüber informieren, sich ggf. einmischen bzw. mitwirken. » Baustelle Schulverpflegung |
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NRW - Entwicklungsland in Schulverpflegung
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NRW ist (wie viele andere 'alte Bundesländer') in Sachen Schulverpflegung im nationalen und internationalen Vergleich Entwicklungsland, da sich das Halbtagsschulsystem parallel zur niedrigen Müttererwerbstätigkeit hier lange halten konnte. Ausnahmen stellen die über 200 NRW-Gesamtschulen dar, die für ihren modifizierten Ganztagsbetrieb (3 lange Tage pro Woche) einen 20%igen Personalzuschlag erhalten und i.d.R. Schulverpflegung plus Aufenthaltsmöglichkeiten anbieten. » Ganztag an weiterführenden Schulen in NRW Auch Schulen, die keine 'echte' Ganztagsschule sein wollen, kommen nicht umhin, wenigstens ELEMENTE des Ganztages, wie Schulverpflegung, Über-Mittag-Betreuung anzubieten. Vielen Schulen fehlen derzeit jedoch noch immer Ausstattungen für Schulverpflegung sowie attraktive Schulverpflegungs- und Aufenthaltsräume, die den Schulalltag beleben, auflockern, Gemeinschaft und Kommunikation fördern. Notwendig sind zudem Aufsichts- und Betreuungsmöglichkeiten für Übermittag und Nachmittag. » Neue Chancen für Schulklima und Schulgemeinschaft |
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Ohne Pause schnell nach Hause?
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2007 waren bundesweit ca. 28,3 % aller Schulen 'echte' Ganztagsschulen, allerdings mit einem Anteil an Schülerinnen und Schülern von lediglich 15,2% (s. DJI). Auch wenn der Unterricht mittlerweile oft weit über die Mittagszeit hinausgeht, fühlen sich viele Schulen für das Thema Essen nicht zuständig. Gerade die Gymnasien bieten bislang nur selten eine Schulverpflegung an, die über einen Brötchenwagen oder ein Kiosk hinausgeht. In der Regel verstehen und organisieren sie sich noch immer als reine Halbtagsschulen, struktureller Unterrichtsausfall und LehrerInnenmangel kommen diesem überholten Selbstbild gelegen. Eher selten kommt es (insbesondere an Gymnasien) zu einer Ausweitung der Halbtagsschule auf den Samstag oder zur Umwandlung in eine Ganztagsschule. Gesucht wird noch immer die Quadratur des Kreises, nach dem Motto 'ohne Pause schnell nach Hause'. Lernpsychologisch und ernährungsphysiologisch sinnvoll ist das x-mal-7-Stunden-Modell nicht. Zwar hat nun auch am Gymnasien der 'partielle Ganztag' praktisch Einzug gehalten, wirklich gute Lösungen sind hier aber noch selten. |
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